Bildunterschrift: Steffen Gräbner, Caroline Klütsch, Derek Nowak, Marc-Andree Bartelt und Antje Lewald sorgen in der Bühnenfassung von „Willkommen bei den Hartmanns“ für genau so viel Wirbel und Missverständnisse wie die Kinostars in dem vielfach ausgezeichneten Film. Foto: Matthias Stutte

Simon Verhoeven sagte über seinen Film „Willkommen bei den Hartmanns“, er sei „in erster Linie eine große Komödie mit turbulenten Geschichten und echten, liebenswerten Figuren“. So präsentiert sich auch die Bühnenfassung am Donnerstag, 27. September, um 20 Uhr im Nienburger Theater auf dem Hornwerk.

Angelika Hartmann, pensionierte Lehrerin und enttäuschte Ehefrau, möchte ihrem Leben neuen Sinn geben. So beschließt sie, einen Flüchtling in ihre Familienvilla aufzunehmen. Ehemann Richard, Oberarzt in der späten Midlife-Crisis, ist von dieser Idee wenig begeistert, und auch die beiden Kinder sind skeptisch. Tochter Sophie, die Langzeitstudentin mit Männerproblemen, ist ja grundsätzlich sehr fürs Helfen, aber derzeit vollauf damit beschäftigt, ihren Stalker loszuwerden. Sohn Philipp, ein in Scheidung lebender Workaholic mit anstrengend pubertierendem Sohn, hat selbst genug um die Ohren – und außerdem Vorurteile. Doch Angelika hat sich die Sache in den Kopf gesetzt, und so zieht schon bald der nigerianische Asylbewerber Diallo in das mondäne Anwesen der Hartmanns ein, was das Leben aller Beteiligten in kürzester Zeit gründlich auf den Kopf stellt.

Abgesehen von ein paar Mentalitätsunterschieden könnte das Zusammenleben ja eigentlich ganz harmonisch verlaufen, doch die zahlreichen innerfamiliären Spannungen sowie die Einmischung durchgeknallter Alt-68er und verrückter Fremdenhasser aus der Nachbarschaft führen schnell zu Chaos, Missverständnissen und spektakulären Begegnungen mit der Polizei. Kurzum: Die Refugee-Welcome-Villa der Hartmanns wird zum Narrenhaus – sehr zum Vergnügen der Zuschauer.

Die turbulente Komödie um das Aufeinanderprallen von Familien- und Willkommenskultur unter der Regie von Michael Bleiziffer ist eine Produktion des Tournee-Theaters Thespiskarren.

Karten sind erhältlich an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, per E-Mail an theaterkasse@nienburg.de sowie im Internet unter www.theater.nienburg.de. Die Theaterkasse hat montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. „Last-Minute-Tickets“ für junge Leute (16 bis 25 Jahre) gibt es 30 Minuten vor der Aufführung an der Tageskasse für fünf Euro.

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