Gleich in zwei Dienststellen der Polizeiinspektion (PI) Nienburg/Schaumburg wird in der Woche vom 22. Oktober 2018 bis zum 28.Oktober 2018 eine Verkehrssicherheitswoche durchgeführt. Grundsätzlich sollen diese Schwerpunktkontrollen der Polizei mit dazu beitragen, die Verkehrsunfallzahlen und dabei insbesondere die mit Personenschaden, zu senken. Diese Ziele sind in der Verkehrssicherheitsinitiative 2020 (VSI 2020) verankert.

In Nienburg werden in diesem Jahr die Schwerpunkte bei den Kontrollen unter anderem auf überhöhte Geschwindigkeit, Nichtbenutzung der Sicherheitsgurte und Ablenkung durch Handynutzung gelegt. Dabei stellt die Risikogruppe der jungen Fahrerinnen und Fahrer im Alter bis 25 Jahren mit über 50 % der schwerverletzten Verkehrsteilnehmer in 2018 einen erschreckend hohen Anteil. Eine Reihe von verletzten Fahrradfahrern in diesem Jahr veranlasste die Planer der jetzigen Verkehrssicherheitswoche in Nienburg, sich auch diesen Verkehrsteilnehmer, auch mit Aufklärung, besonders zuzuwenden.

Beim Polizeikommissariat (PK) in Stolzenau wird im selben Zeitraum ein besonderes Augenmerk auf die Hauptunfallursache Alkohol – und Drogenmissbrauch im Straßenverkehr gelegt. Ca. 150 Fahrten unter Alkohol – oder Drogenbeeinflussung wurden in diesem Jahr bisher im Landkreis Nienburg registriert, die Dunkelziffer ist deutlich höher. Im Bereich des flächenmäßig großen Zuständigkeitsbereichs des PK Stolzenau ereigneten sich eine erhebliche Zahl von Alkohol – oder drogenbedingten Verkehrsunfällen, bei denen mehr als ein Dutzend Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Bei den ganzheitlich angelegten Kontrollen wird das im Jahr 2011 durch das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport herausgegebene in der VSI 2020 formulierte Ziel, die Zahl der schwerverletzten Personen deutlich zu senken, verfolgt.

In beiden Aktionen sollen die Verkehrsteilnehmer neben verfolgenden Maßnahmen auch sensibilisiert und aufgeklärt werden. Die polizeilichen Einsätze werden durch Präventionsmaßnahmen flankiert, das Gefahrenbewusstsein sowie eine realistische Selbsteinschätzung im Straßenverkehr sollen gestärkt werden. Erfahrungsgemäß dienen dazu sowohl präventive, wie auch repressive Maßnahmen.

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