Nienburg (MH). Mit einem Überschlag endete am frühen Sonntagmorgen die Fahrt von drei Personen in der Bahnhofstraße. Der Mercedes CLS befuhr aus Richtung Berliner Ring kommend die Bahnhofstraße. Auf Höhe des Parkhauses kam der Pkw rechts von der Fahrbahn ab, fällte einen kleinen Baum und schlug in den Treppenturm des Parkhauses ein. Anschließend schleuderte der Pkw auf die gegenüberliegende Straßenseite in einen massiven Müllcontainerunterstand. Dort blieb der Pkw auf dem Dach liegen. Besucher der nahegelegenen Tankstelle hörten den Unfall und eilten zur Unglückstelle und setzten den Notruf ab. Da der Wagen im Bereich des Motors qualmte, setzten die Ersthelfer einen Feuerlöscher ein. Hier war die Ursache für den Qualm nur verdampfende Flüssigkeiten.

Die drei Insassen, zwei Männer und eine Frau – alle aus dem Landkreis Nienburg/Weser, konnten nicht eigenständig das Fahrzeug verlassen. Durch die massiven Verformungen des Pkw ließen sich die Türen nicht mehr öffnen. Die starke Deformierung des Vorderwagens hatte zusätzlich die Beifahrerin im Fußraum eingeklemmt. Zusammen mit der Polizei und geballter Muskelkraft schafften es die Ersthelfer eine Tür zu öffnen und die beiden Männer aus dem Pkw herauszuholen.
Die Freiwillige Feuerwehr Nienburg, die mit sieben Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften vor Ort war, stabilisierte zunächst den Pkw und befreite anschließend die Beifahrerin mit zwei hydraulischen Rettungsgeräten.

Fotos: Marc Henkel

Der Rettungsdienst, der mit mehreren Rettungswagen und zwei Notärzten an der Einsatzstelle war, kümmerte sich um die Verletzten, die zwischen 19 und 22 Jahre alt waren. Für die schwerverletzte Beifahrerin wurde der Christoph Niedersachsen alarmiert. Dieser landete auf der „Arbeitsamtkreuzung“ und flog die Frau in ein Krankenhaus. Während der gesamten Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die Bahnhofstraße, die zwischen Parkhaus und Tankstelle einem Trümmerfell glich, gesperrt. Die Polizei Nienburg hat noch vor Ort die Ermittlung zur Unfallursache aufgenommen. Am Pkw entstand
Totalschaden.
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