“Über Risiken und Konsequenzen sprechen” „Arbeitskreis Prävention“ weist auf die Gefahren des Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen hin

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Landkreis. In einem Elternbrief macht der „Arbeitskreis Prävention im Landkreis Nienburg“ auf die Gefahren des Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen aufmerksam. Das Schreiben wurde kürzlich an Schulen zur Verteilung an die Eltern der Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 verschickt.

Der „Arbeitskreis Prävention“ stellt heraus: „Ostern steht vor der Tür. Zudem finden zahlreiche Konfirmationen statt. Das sind Anlässe zum Feiern, leider oft in Verbindung mit zu viel Alkohol. Der ‚Arbeitskreis Prävention‘ möchte Eltern ermutigen, ihr Kind während der Feiertage vor übermäßigem und zu frühem Alkoholkonsum zu bewahren, um damit
möglichen gesundheitlichen Schäden und Gewalt vorzubeugen. Neugierde oder der Wunsch nach Ansehen verleiten Kinder und Jugendliche oft, sich zu überschätzen. Die Gefahren von übermäßigem Alkoholkonsum werden dabei übersehen, doch dieser Spaß kann lebensgefährlich sein.“

Es wird darum gebeten zu beachten, dass Jugendliche vor Festen gerne „vorglühen”. Sie trinken dabei schnell und viel Alkohol und befinden sich oft schon vor der eigentlichen Feier in einem Rauschzustand. Übelkeit, Erbrechen, Desorientierung, Bewusstlosigkeit und Unterkühlung können die Folge sein und sind Zeichen einer Alkoholvergiftung. Bei einer entsprechenden Menge Alkohol kann dies bis zum Atemstillstand, Kreislaufversagen und schlimmsten Falls zum Tod führen. Bei jungen Menschen ist dieses Risiko besonders hoch. Zudem ist die Gefahr einer späteren Alkohol-abhängigkeit umso größer, je früher ein Kind mit dem Alkoholkonsum beginnt. Bei den 13- bis 14-Jährigen liegt dieses Risiko bei fast 50 Prozent.

Der Arbeitskreis möchte Eltern daher an ihre Verantwortung und Vorbildfunktion erinnern. Es sei wichtig, mit Kindern über den Umgang mit Alkohol zu reden. „Sprechen Sie deutlich über die Gefahren und Konsequenzen, die mit dem Alkohol verbunden sind. Weisen Sie auf das Jugendschutzgesetz hin und erklären Sie, dass Alkohol für Jugendliche unter 16 Jahren verboten ist. Branntweine und branntweinhaltige Getränke, umgangssprachlich auch als ‚harter‘ Alkohol bezeichnet, sind erst ab 18 Jahren erlaubt. Bleiben Sie klar und eindeutig in Ihrer Haltung. Treffen Sie eindeutige Absprachen, wie Ihr Kind an den bevorstehenden Feiertagen mit Alkohol umzugehen hat. Bestehen Sie auf die Einhaltung dieser Absprachen. Machen Sie mit: Nehmen Sie Ihre Verantwortung ernst und seien Sie für Ihre eigenen Kinder ein gutes Vorbild im Umgang mit Alkohol. Sprechen Sie mit anderen Eltern über das Thema und sorgen Sie gemeinsam für einen verträglichen Umgang mit Alkohol, auch im Sinne Ihrer Kinder“, heißt es in der Pressemitteilung des „Arbeitskreises Prävention“.

Hintergrund
Der „Arbeitskreis Prävention“ im Landkreis Nienburg/Weser ist Mitglied im Landespräventionsrat Niedersachsen. Teilnehmende Institutionen im „Arbeitskreis Prävention“ sind: Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, BBS Nienburg/Schulsozialarbeit, Jugendhäuser Nienburg und Langendamm, CJD Nienburg, Stadt Nienburg, Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg, Schulsozialarbeit Leintorschule, Kreisjugendring Nienburg e.V., Jugendhaus „Wip In“ Samtgemeinde Mittelweser, Jugendzentrum „Chilly“ Eystrup, Schulsozialarbeit OBS Loccum, Schulsozialarbeit GS Erichshagen, Schulsozialarbeit HS Liebenau, Jugendzentrum Loccum, Schulsozialarbeit IGS Nienburg, Samtgemeinde Liebenau, Frauen- und Mädchenberatungsstelle bei Gewalt, Jugendtreff Heemsen, Beratungsstellen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Nienburg sowie die verschiedenen Fachdienste des Landkreises Nienburg/Weser.

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