Tarifeinigung zwischen ver.di und Bäder GmbH

Teile als Erster diesen Beitrag!
Nienburg. Die Bäder Stadt Nienburg/Weser GmbH und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft haben sich auf einen Haustarifvertrag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bäder-GmbH verständigt. Deren Geschäftsführer Olaf Seemeyer als auch die ver.di-Verhandlungsführer Martin Peter und Volker Selent sind froh, die Dauer der harten, aber fair geführten Verhandlungen von eineinhalb Jahren hinter sich zu haben. „Die Gespräche waren konstruktiv und lösungsorientiert“, so Seemeyer.

Martin Peter, Leiter des Fachbereichs Gemeinden in Niedersachsen berichtet, von einem positiven Ergebnis. Ab sofort wird die Arbeitszeit von der 40-Stunden-Woche in zwei Schritten bis 2020 auf 39 Stunden reduziert. Rückwirkend wird eine Einmalzahlung für die Beschäftigten wirksam. Eine bisher nicht gewährte Jahressonderzahlung wird auf Dauer zugestanden. Die Entgelterhöhungen sind in drei Schritten zum 01.September 2018 bzw. 2019 und zum 01.März 2020 festgeschrieben. Die unteren Entgeltgruppen bis EG 6 partizipieren an einer zusätzlichen Einmalzahlung von jeweils 125 Euro in 2018 und 2019. Hinzu kommt die Einführung einer einheitlichen Tabelle ab sofort. Noch in diesem Jahr wird zusätzlich eine betriebliche Altersversorgung für die Beschäftigten abgeschlossen. Die Urlaubstage erhöhen sich Schritt für Schritt auf 28 Tage in 2018, 29 Tage in 2019 und 30 Tage in 2020.

Volker Selent als hiesiger ver.di-Sekretär erinnert sich an den Anfängen von vor zwei Jahren. Drei Beschäftigte vom Wesavi kamen zu ihm ins Büro und suchten Rat, weil sie mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden sind. „Der Schwerpunkt lag dabei auf die ungerechten Bedingungen zu den Altbeschäftigten, insbesondere die fehlenden Zulagen für Arbeiten an Sonntagen und Feiertagen“, so Selent. Mit wachsendem Organisationsgrad war dann auch ausreichend Rückgrat für die Tarifverhandlungen vorhanden. „Wir waren uns der wirtschaftlichen Situation des Wesavi bewusst, dem Arbeitgeber dagegen unsere gewerkschaftliche Handlungsfähigkeit“, so Selent. Er ist dann auch froh, einen Abschluss ohne die Notwendigkeit eines Arbeitskampfes erzielt zu haben, womit auch Regelungen für Arbeiten zu ungünstigen Zeiten getroffen werden. Martin Peter: „Die Schere zum öffentlichen Dienst wurde nicht geschlossen, aber deutlich verkleinert. Wir haben aber noch Themen für die Zeit nach dem Ende der Laufzeit“. Diese endet am 31.August 2020. Olaf Seemeyer begrüßt die lange Laufzeit, mit der er auch Planungssicherheit hat. Der Haustarifvertrag kommt ihm entgegen: „Die Mitarbeitenden brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, gerade auch mit Blick auf die Entlohnung“, so Seemeyer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.