Bildunterschrift: „Die unsichtbare Hand“ knistert vor Spannung und stellt das Publikum vor moralische Fragen im Kontext von Macht, Geld und Glaube. Foto: Falk von Traubenberg

„Die unsichtbare Hand“ am 4. April im Nienburger Theater

Der Thriller „Die unsichtbare Hand“ ist eine ungewöhnliche Geschichte über eine Geisel, die ihr Lösegeld an der Börse selbst verdienen will. Das Theater für Niedersachsen setzt diese Story packend in Szene. Am Donnerstag, 4. April, um 20 Uhr ist sie im Nienburger Theater auf dem Hornwerk zu sehen.

Der amerikanische Erfolgsautor Ayad Akhtar übersetzt die drängenden Fragen unserer Zeit in einen spannenden Thriller, der die kulturelle und politische Identität hinterfragt: Pakistan, eine Zelle, in naher Zukunft: Der amerikanische Börsenmakler Nick wird als Geisel festgehalten. Die Geiselnehmer fordern 10 Millionen Dollar Lösegeld. Da aber niemand diese Summe zahlt, macht Nick seinen Entführern einen aberwitzigen Vorschlag: Er will das Geld an der Börse selbst verdienen. Dazu wird ihm ein Bewacher an die Seite gestellt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine außergewöhnliche Beziehung: Denn der in London aufgewachsene Bashir wird zum gelehrigen Schüler des erfahrenen Börsianers. Zunächst scheint Nicks Plan, das Lösegeld an der Börse zu erwirtschaften, aufzugehen. Doch je mehr Geld sich anhäuft, desto größer wird die Versuchung aller, die eigenen Ziele zu verraten.

„Das neue Stück von Ayad Akhtar hat das Zeug, zu einem wahren Hit auf deutschen Bühnen zu werden“, urteilte der Deutschlandfunk anlässlich der Deutschen Erstaufführung von „Die unsichtbare Hand“ 2016 in Bochum, „denn es liest sich wie eine extrem spannende und kondensierte Theaterversion der US-Geheimdienst-Serie ‚Homeland‘“. Pulitzer-Preisträger Ayad Akhtar ist Amerikaner mit pakistanischen Wurzeln und gehört zu den bedeutendsten US-amerikanischen Autoren der Gegenwart. Eines seiner Hauptinteressen gilt der Macht und den Strukturen des Finanzmarktes. „Ich glaube, man kann heutzutage nicht mehr verstehen, was es heißt, ein Mensch zu sein, ohne das Finanzgeschäft zu kennen“, äußerte er kürzlich in einem Interview. Neben der außergewöhnlichen Thematik zeichnen pointierte Dialoge und spannende Figurenkonstellationen „Die unsichtbare Hand“ aus. Das Stück taucht das Publikum in moralische Wechselbäder: Ist der Glaube an die sprichwörtliche „unsichtbare Hand“ des Marktes wirklich besser als der Glaube an die Hand Allahs?

Karten sind erhältlich an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, per E-Mail an theaterkasse@nienburg.de sowie im Internet unter www.theater.nienburg.de. Die Theaterkasse hat montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. „Last-Minute-Tickets“ für junge Leute (16 bis 25 Jahre) gibt es 30 Minuten vor der Aufführung an der Abendkasse für fünf Euro.

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