Kreisbrandmeister Bernd Fischer, der mit im Einsatz in Schweden war, dankte jedem persönlich

Titelbild: Kreisbrandmeister Bernd Fischer, der mit im Einsatz in Schweden war, dankte jedem persönlich

Nienburg (MH). Es war ein fantastischer Empfang für die 52 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Deutschen Roten Kreuz, als diese am Dienstagabend um kurz vor 23 Uhr auf das Gelände der feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) des Landkreises Nienburg/Weser rollten. Zahlreiche Feuerwehrkameraden, Kollegen und vor allem Familienangehörige hatten sich als Willkommensgruß auf dem Hof der FTZ versammelt. Als das erste Fahrzeug der „Heimkehrenden“, das Tor zur FTZ passierte, rollten auf Seiten der Einsatzkräfte, aber auch bei den Wartenden so manch eine Freudenträne über die Wangen – insgesamt eine Atmosphäre, die für Gänsehaut sorgte.

Landrat Detlev Kohlmeier dankte den Einsatzkräften für ihr Engagement. „Sie haben sich jetzt erstmal, nach dem anstrengenden Einsatz, ein paar Tage Ruhe verdient“ so Kohlmeier. Der Landrat dankte aber auch den Familien und den Arbeitgebern der Einsatzkräfte. „Ich weiß, dass viele der Feuerwehrmänner, ihren Urlaub für den Einsatz geopfert haben.“ Auch Landesbranddirektor Jörg Schallhorn, der nicht nur seinen Dank, sondern auch den Dank ganz Niedersachsens übermittelte, war erfreut darüber, dass alle Gesund zurückgekehrt sind. „Sie haben mit diesem Einsatz deutsche Feuerwehrgeschichte geschrieben”! Brandrat Martin Voß, der den Einsatz für die Niedersachsen in Schweden leitete, dankte für den Einsatz. „Sie haben mit Disziplin und Mut eine sehr gute und professionelle Arbeit geleistet. Dieser Einsatz zeigt uns, dass wir Europäer zusammenhalten.“ Bernd Fischer, Kreisbrandmeister des Landkreises Nienburg/Weser, der ebenfalls mit im Einsatz war, dankte sichtlich berührt persönlich. „Ich bin stolz auf Euch und mit Euch würde ich jederzeit wieder in den Einsatz fahren!“

Die 52 Einsatzkräfte waren am Abend des 21. Juli auf Bitten der schwedischen Regierung nach Särna in die Provinz Dalarnas län gefahren, um dort bei den verheerenden Waldbränden Unterstützung zu leisten. Nach einer rund 30-Stündigen Fahrt und einer kurzen Erholungsphase, bekämpften schwedische Feuerwehreinheiten und die Einsatzkräfte aus dem Landkreis Nienburg/Weser gemeinsam die Waldbrände in der am stärksten betroffene Region um Dalarnas. Am vergangenen Sonntag sollte dann die Ablösung Richtung Schweden aufbrechen, da eine Verlängerung der Einsatzzeit seitens der schwedischen Einsatzleitung eingegangen war. Diese wurde aber, aufgrund der verbesserten Wetterlage und dem Rückgang der Waldbrände, kurz vor der Abfahrt zurückgezogen. Die neue Situation war auch dafür verantwortlich, dass am Sonntagabend noch der Einsatz für die bereits in Schweden befindlichen Einsatzkräfte aus dem Landkreis Nienburg/Weser für beendet erklärt werden konnte. Bereits am Montagvormittag reiste der Tross von 12 Fahrzeugen aus Särna Richtung Heimat ab. „In jeder Ortschaft wurden wir von dem schwedischen Volk verabschiedet. Überall standen Leute, die uns zugewunken haben“ sagte einer der Einsatzkräfte. Welch dankbares und gastfreundliches Volk in Schweden lebt, spürten die Einsatzkräfte bereits auf der Anfahrt vor einer Woche. Auch hier säumten zahlreiche Leute die Straßen, um der Deutschen Feuerwehr ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen.

Auch in den sozialen Netzwerken stieß der Einsatz der Kräfte aus dem Landkreis Nienburg/Weser auf breite Zustimmung und Dankbarkeit. „Eine Vielzahl von Dankesmails und positiven Post bei Facebook haben uns erreicht“ so Pressesprecher Marc Henkel. „Es kamen Hilfsangebote von Feuerwehrangehörigen aus der gesamten Bundesrepublik.“ „Wir werden das schwedische Volk und die schwedischen Einsatzkameradinnen und Kameraden in sehr guter Erinnerung behalten. Wir wurden empfangen und behandelt wie Familienangehörige. Mehr geht nicht!“, sagte Kreisbrandmeister Bernd Fischer. Als Kreisfeuerwehr Nienburg/Weser hoffen wir, dass die Brände bald komplett gelöscht sind und können nur eines Richtung Schweden sagen. TACK (Danke).

Die angetretene Einsatzmannschaft kurz nach der Rückkehr
Die angetretene Einsatzmannschaft kurz nach der Rückkehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Familienangehörige warten auf Ihre Liebsten mit selbstgemalten Schildern
Familienangehörige warten auf Ihre Liebsten mit selbstgemalten Schildern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Feuerwehr Nienburg (M. Henkel)

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