Darf man sein Kind Adolphe nennen? Diese Frage steht im Zentrum der kritischen Gesellschaftskomödie „Der Vorname“. Am Donnerstag, 16. November, um 20 Uhr zeigt das Theater auf dem Hornwerk das Schauspiel mit Martin Lindow und Benjamin Kernen. Die TV- und Film-Drehbuchprofis Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patelliere überraschen in ihrem souverän geschriebenen Theaterdebüt mit pointengenauen Wortgefechten, wie sie eine gute Boulevardkomödie ausmachen.

Ein gemütlicher Abend soll es werden in der stilvoll eingerichteten Wohnung des Literaturprofessors Pierre und seiner Frau Elisabeth. Außer Elisabeths Bruder Vincent und seiner schwangeren Partnerin Anna haben sie ihren besten Freund Claude eingeladen. Um für „Stimmung“ zu sorgen, enthüllt Vincent den Freunden den geplanten Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes: Adolphe. Allgemeine Fassungslosigkeit!
Die Debatte um die Frage, ob man sein Kind so nennen darf, führt dazu, dass unausgesprochene Konflikte ans Licht kommen und die Jugendfreunde wie Kampfhähne aufeinander losgehen. Die Contenance verlieren die Alphatiere völlig, als Elisabeths und Vincents Mutter in einer Weise ins Spiel kommt, die niemand erwartet hätte.

Plastische Charaktere, Wortwitz und Dialoge in der besten Tradition der französischen Gesellschaftskomödie treiben die Handlung voran, die bei aller Komik auch die Abgründe der Figuren spürbar macht. Amüsante wie leichte Komödien schreiben, in der Alltagssituationen mit Charme und spitzzüngiger Ironie serviert werden – das kann niemand so gut wie die Franzosen. „Der Vorname“ ist ein Fest für Schauspieler wie Zuschauer.

Karten sind erhältlich an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, per E-Mail an theaterkasse@nienburg.de sowie im Internet unter www.theater.nienburg.de. Die Theaterkasse hat montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. „Last-Minute-Tickets“ für junge Leute (16 bis 25 Jahre) gibt es 30 Minuten vor der Aufführung an der Abendkasse für fünf Euro.

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