Bildunterschrift: Sebastian Butte und Simeon Buß moderieren den ersten „Wortgewächs“ Poetry Slam in Nienburg. Die beiden stammen aus der Bremer Poetry Slam Szene. Foto: Spoken Nord

 

Poetry Slam – das ist gelebte Literatur. Das ist gesprochenes Wort in seiner rasantesten Form. Am Samstag, 1. Dezember, um 20 Uhr findet dieses Format nun auch seinen Weg ins Nienburger Kulturwerk.

Durch die unter dem Namen „Wortgewächs“ installierte Veranstaltung führen dabei Sebastian Butte, langjähriger Moderator des größten Bremer Poetry Slams, dem Slammer Filet, und Simeon Buß, seines Zeichens Landesmeister im Poetry Slam für Niedersachsen und Bremen des Jahres 2015. Gemeinsam haben sie in den letzten Jahren bereits Poetry Slams in Achim, Ganderkesee und Weyhe etabliert.

Im Gepäck haben sie eine Auswahl der besten Wortkünstler*innen des norddeutschen Raumes, doch auch Anfänger*innen und interessierte Nienburger*innen können sich melden, denn Poetry Slam ist stets auch ein offenes Format, das Menschen, vor und eben auch auf der Bühne für einen modernen Zugang zu Literatur und Performance begeistern soll.

Ein Poetry Slam ist ein moderner Dichter*innenwettstreit. Poetinnen und Poeten jeden Alters treten innerhalb eines vorher festgelegten Zeitlimits mit selbstgeschriebenen Texten gegeneinander an. Das Publikum ist bei diesem Kaleidoskop der Bühnenliteratur jedoch nicht nur stiller Zuhörer, sondern nimmt aktiv am Wettbewerb teil, in dem es die Slammerinnen und Slammer bewertet und schlussendlich eine/n Sieger/in kürt.

Die Einbindung des Publikums und der Wettbewerb sorgen dafür, dass die ehemals trockene Wasserglaslesung zu einer Show wird, die Jung und Alt begeistert. Trotzdem steht der Inhalt – und wie dieser vermittelt werden kann – natürlich im Vordergrund und bietet dabei eine fast unbegrenzte Vielfalt: Ob humoristisches Storytelling, gesellschaftskritische Lyrik oder tiefgründiger Dadaismus – Vielfalt und Spannung sind garantiert, denn die wenigen Spielregeln setzen den Slammer*innen kaum Grenzen, so lange das gesprochene Wort im Mittelpunkt steht und die vorgetragenen Texte keinen diskriminierenden Charakter haben.

Und kaum eine abendfüllende Veranstaltung ist dabei inhaltlich so vielfältig und abwechslungsreich, jeder Beitrag gleicht einem eigenen, kurzen Theaterstück. Die Protagonisten nehmen die Rolle des Drehbuchschreibers, Regisseurs und Schauspielers in einem ein.

Der Eintritt beträgt 7 Euro. Weitere Informationen und Kartenbestellung im Nienburger Kulturwerk, Mindener Landstr. 20, unter Telefon (0 50 21) 9 22 58-0, E-Mail info@nienburger-kulturwerk.de oder im Internet unter www.nienburger-kulturwerk.de.

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