Bildunterschrift: Nienburgs Kulturchef Wolfgang Lange empfiehlt „Die Pantöffelchen“ allen Fans von großem Musiktheater. Es ist eine der seltenen Gelegenheiten, eine solche Inszenierung zu erleben. Foto: Theater Nienburg

Die Oper „Die Pantöffelchen“ mit ihren bunten musikalischen Farben ist eine märchenhafte Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Am Donnerstag, 13. Dezember, um 20 Uhr zeigt das Nienburger Theater auf dem Hornwerk die komisch-fantastische Oper in einer Inszenierung des Theaters für Niedersachsen (TfN), das mit der großen Besetzung mit 74 Mitwirkenden anreist. Das TfN empfiehlt „Die Pantöffelchen“ insbesondere auch für „junge Opern-Einsteiger“ ab 14 Jahre.

Foto: Theater Nienburg

Nienburgs Kulturchef und Opernfreund Wolfgang Lange freut sich ganz besonders auf diesen Abend: „Wir bieten dem Nienburger Theaterpublikum die fast einmalige Gelegenheit, Tschaikowskis Oper „Die Pantöffelchen“ zu erleben. Zahlreiche musikalische Meisterwerke werden selten bis nie inszeniert und so als opulente Bühnenfassung einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Der Hildesheimer Generalmusikdirektor Florian Ziemen hat sich aber genau dies zum Ziel gesetzt. Neben Hildesheim ist das Nienburger Theater eine der wenigen Spielstätten, die diese seltenen Opern-Juwelen zukünftig zeigen kann. Mein Appell geht daher an alle Fans von großem Musiktheater: ‚Die Pantöffelchen‘ unbedingt anschauen. Eine andere Gelegenheit wird es in dieser Generation, zumindest in Nienburg, nicht geben!“

Und darum geht es: Oxana wünscht sich in der Nacht vor Weihnachten von ihrem Verehrer Wakula nichts sehnlicher als ein Paar Schuhe. Doch soll es sich zum Liebesbeweis nicht um ein herkömmliches Paar handeln, sondern um goldene Pantöffelchen, wie sie nur die Zarin höchstpersönlich besitzt. Wakula, selbst Sohn der Hexe Solocha, versetzt in Liebe entflammt das gesamte Dorf in Aufregung, sichert sich in seiner Verzweiflung die Unterstützung des Teufels persönlich und begibt sich auf ein abenteuerliches Unterfangen.

Pjotr I. Tschaikowski gilt heute vor allem als Inbegriff des Komponisten dramatischer Opern. Das Werk, welches er selbst als sein gelungenstes ansieht, ist jedoch zeitgleich sein unbekanntestes und lustigstes. Die lustigen Verwicklungen um Hexen, Teufel und ein Paar Schuhe in „Die Pantöffelchen“ sind angelehnt an „Die Nacht vor Weihnachten“ von Nikolai Gogol. In bunten musikalischen Farben konzentriert sich das 1887 uraufgeführte Stück weniger auf eine stringente Handlung, sondern bebildert mit Anleihen in der Volksmusik die Verrücktheit des märchenhaften Dorflebens: Von den grotesken Begegnungen des Teufels mit der Dorfgemeinschaft über die lyrisch-romantischen Szenen von Oxana und Wakula bis hin zum grotesken Tête-à-Tête von Solochas zahlreichen Verehrern, die sich am Ende versteckt in Kohlesäcken gemeinsam mit dem Teufel wiederfinden … Na, fröhliche Weihnachten!

Karten sind erhältlich an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, per E-Mail an theaterkasse@nienburg.de sowie im Internet unter www.theater.nienburg.de. Die Theaterkasse hat montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Vom 1. Dezember bis Weihnachten hat die Theaterkasse zusätzlich donnerstags bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. „Last-Minute-Tickets“ für junge Leute (16 bis 25 Jahre) gibt es 30 Minuten vor der Aufführung an der Abendkasse für fünf Euro.

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