Moderne Bühnentechnik und ein großer Orchestergraben ermöglichen es dem Nienburger Theater auf dem Hornwerk, aufwändige Musikinszenierungen zu zeigen. Gleich drei große Opern und das Neujahrskonzert der Philharmonie des Theaters für Niedersachsen sind im Abo 7 gebündelt.

Der technische Leiter des Theaters, Frank Zimmermann, ist besonders gespannt auf die Oper „Adelia“. Da auf Italienisch gesungen wird, kommt eine Übertitelungsanlage zum Einsatz. Foto: Theater Nienburg

Frank Zimmermann, Technischer Leiter des Nienburger Theaters: „Wie jede neue Spielzeit freue ich mich auf die großen Musiktheaterstücke des Theaters für Niedersachsen ganz besonders. Im Abo 7 gibt es dieses Mal gleich drei Große Opern, mit jeweils Dutzenden Mitwirkenden auf der Bühne, großem Live-Orchester im Orchestergraben und tollen Solisten in aufwändiger Ausstattung. Interessant wird insbesondere die Oper ‚Adelia‘, die ich zum einen noch nicht kenne, und die außerdem in italienischer Sprache gesungen wird. Weil die wenigsten Besucher Italienisch verstehen werden, was ja auch in deutscher Sprache schon nicht einfach wäre, kommt eine sogenannte ‚Übertitelungsanlage‘ zum Einsatz, so dass die Arien auf Deutsch mitgelesen werden können. Das ist ein toller Service des TfN, zusätzlich zu den Stückeinführungen, die es natürlich auch bei allen Opern gibt.“

Das Programm im Abo 7

Im Musik-Abo hat das Theater für Niedersachsen seinen festen Platz. Freundinnen und Freunde der Großen Oper kommen am 14. November 2017 mit „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber voll auf ihre Kosten. Die schönste und wichtigste deutsche romantische Oper über den Jäger Max, der aus liebender Verzweiflung einen Bund mit dem Teufel schließt. Musik wie die mitternächtliche Wolfsschlucht-Szene, Jägerchor und Brautjungfernlied haben sie unsterblich gemacht. Webers Oper war 1821 ein Paukenschlag, der das Tor zur Romantik auf der Opernbühne öffnete. Das märchenhafte, schaurige Sujet, der Wald mit seinen Jägern, Tieren und Felsschluchten, die Beschreibung der Natur und der Geisterwelt in der Musik, all das prägte eine ganze musikalische Epoche.

Besonders festlich wird es am 6. Januar 2018 wieder beim großen Neujahrskonzert mit der Philharmonie des Theaters für Niedersachsen, deren glanzvolle Konzerte zur Nienburger Theatertradition gehören. Programm und Mitwirkende werden vorher nicht verraten. Eines ist aber sicher: Das große Hildesheimer Orchester wird das neue Kalenderjahr 2018 wie jedes Jahr mit einem eindrucksvollen Konzert einleiten. Es werden Titel und Melodien erklingen, die eines Neujahrskonzertes würdig sind. Neben beliebten Weisen werden auch wieder besondere musikalische Schmankerl zu hören sein. Die zurückliegenden Neujahrskonzerte waren jeweils große Publikumserfolge.

Kurt Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ (nach Bertolt Brecht) steht am 13. Februar 2018 auf dem Programm. Brechts kraftvolle Parabel ist in ihren Fragen nach gesellschaftlicher Freiheit und der Rolle des Geldes heute hochaktuell, gleichzeitig aber ein schillerndes und vieldeutiges sprachliches und dramatisches Kunstwerk mit der intensiven, jazzdurchtränkten Musik Kurt Weills. Drei Gangster gründen mitten in der Wüste eine Paradiesstadt, in der alles, was der Mensch begehrt, für Geld zu haben ist. Eines Nachts ruft der Holzfäller Jim die noch radikalere Parole aus: Alles ist erlaubt! Nimm dir, was immer du willst! Schließlich ist er es selbst, der zum ersten Opfer dieser entfesselten Lebensweise wird.

„Adelia“ von Gaetano Donizetti kommt am 17. April 2018 ebenfalls mit großer Besetzung und liebevoller Ausstattung daher. Wer „Lucia di Lammermoor” liebt, darf diese Wiederentdeckung nicht versäumen! Liebes- und Verzweiflungsarien, die die Luft vibrieren und kein Herz kalt lassen. Der junge Oliviero soll Adelia verführt haben und wird dafür von ihrem Vater beim Herzog verklagt. Dieser willigt ein, die Familienehre durch die Heirat der jungen Liebenden wiederherzustellen, plant aber die Hinrichtung nach vollzogener Hochzeit. Nach vielen weiteren Wirrungen führt diese typisch verwinkelte Belcanto-Geschichte schließlich doch noch zu einem Happy End. Das Theater für Niedersachsen bringt das damals triumphal gefeierte Werk nach 150 Jahren wieder auf die Bühne zurück.

Es besteht für Abonnentinnen und Abonnenten generell die Möglichkeit zum Abo-Veranstaltungstausch mit Angeboten aus den anderen Abos. Wer beispielsweise das Sinfoniekonzert nicht sehen möchte, könnte alternativ wählen zwischen „Der Zigeunerbaron“ (Abo 1), „Die verkaufte Braut“ (Abo 9) oder einer beliebigen anderen Abo-Veranstaltung.

Das vollständige Abo-Programm ist auf der Internetseite www.theater.nienburg.de verfügbar. An der Theaterkasse im Stadtkontor Nienburg liegen auch gedruckte Exemplare aus. Abo-Bestellungen sind möglich an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, per E-Mail an theaterkasse@nienburg.de sowie im Internet unter www.theater.nienburg.de. Die Theaterkasse hat montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

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