Zwei Strafanzeigen aus den vergangenen Tagen veranlassen die Nienburger Polizei, die Bevölkerung, insbesondere die Seniorinnen und Senioren, vor den trickreichen Machenschaften von Betrügern zu warnen. Am 18.06.2018 hatte ein unbekannter Mann bei einer 78 – jährigen Nienburgerin angerufen und ihr einen hohen fünfstelligen Gewinn zugesagt. Zur Auszahlung könne der Gewinn jedoch nur gelangen, wenn zuvor Gebühren bezahlt würden. Dafür sollte die Angerufene Guthabencodes im Internet erwerben und ihm diese zur Verfügung stellen. Da die Seniorin nicht wusste, was es mit diesen Guthabencodes auf sich hatte, ließ sie sich genau erklären, was sie zu tun hatte.

Diese internetfähigen Bezahlkarten sind eine zurzeit gebräuchliche und durchaus seriöse Art zum Bezahlen. Da diese Bezahlform völlige Anonymität garantiert, wird sie jedoch auch gern von Betrügern genutzt. Im oben genannten Fall ließ sich die Beschädigte überreden, kaufte einige Gutscheincodes und übergab diese dem Anrufer. Der Tipp der Polizei: Trauen Sie keinem Gewinnversprechen! Zahlen Sie keine Bearbeitungsgebühren! Machen Sie im Internet nur das, von denen Sie wissen, was sie dort tun! Holen Sie sich Rat bei Familienangehörigen, Verbraucherschutzorganisatoren und natürlich bei Ihrer Polizei! Im zweiten Fall benötigte eine Nienburgerin einen Schädlingsbekämpfer und suchte diesen über eine bekannte Online-Suchmaschine. In der Vernehmung sagte die Anzeigeerstatterin später aus, dass die zwei Männer der angeblichen Schädlingsbekämpfungsfirma einen komplett unseriösen und unprofessionellen Eindruck gemacht hatten. Die Rechnung betrug am Schluss ein Vielfaches des abgesprochenen Preises. Dieser Fall erinnert stark an die Ergebnisse, wenn über die Suchmaschinen Schlüsseldienste gesucht werden. Die Anbieter vermitteln den Eindruck, aus der Nähe zu kommen, sind jedoch oftmals nur Callcenter, die den Auftrag weitergeben. So entstehen unglaublich hohe Anfahrtkosten und Arbeitspauschalen. Offenbar hatte in dem aktuellen Fall ein vergleichbares Verhalten vorgelegen. Auch hier rät die Polizei, sich immer erst genau zu informieren. Rufen Sie einheimische Unternehmen an. Das gilt für Schlüsseldienste, Reinigungsfirmen, Dachdecker, Gartenpflege und vieles mehr.

Fragen Sie bei Zweifeln bei Ihrer Polizei nach! Sollte es vor Ort doch einmal zu einer Auseinandersetzung wegen der Bezahlung kommen, ist auch dann die Polizei der richtige Ansprechpartner. Zumindest können die Beamten Personalien feststellen und überprüfen. Auf im Display angezeigte Telefonnummern kann man sich im Übrigen nicht verlassen. Mit dem sogenannten “call-ID-Spoofing” kann ein versierter Betrüger jede Nummer im Display anzeigen lassen – sogar die der Polizei! Für weitere Beratung steht Ihnen Ihre Polizei gern zur Verfügung – auch im Internet unter : www.polizei-beratung.de

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