Bei der Polizei in Nienburg, wie auch in anderen Dienststellen in der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg kam es am Donnerstag, 22,06.2017 zu einer Reihe von versuchten Betrugsstraftaten mit der Masche, angeblich als Polizeibeamter anzurufen. “Den genauen Ablauf des Gespräches werde ich hier nicht wiedergeben, damit mögliche Nachahmer-Täter nicht noch Tipps erhalten”, schränkt Axel Bergmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion ein.

Morgens gegen 11.45 Uhr hatte ein bisher unbekannter Mann bei einer Nienburgerin angerufen und in der Gesprächsführung glaubhaft gemacht, von der Polizei in Nienburg zu sein. Aufgrund einer angeblich bei einem Straftäter gefundenen Liste mit ihrem Namen, bzw. dem Namen von nahen Angehörigen, müssten nun Kontobewegungen überprüft werden. Dazu sei es unter anderem notwendig, eine höhere Summe vom Konto abzuheben. “Dem Anrufer ist es gelungen, so authentisch zu wirken, dass die Nienburgerin tatsächlich einen fünfstelligen Betrag abhob. Glücklicherweise waren ihr schon zu diesem Zeitpunkt Zweifel gekommen und sie rief aus einem nahegelegen Geschäft die Polizei an”, schildert Bergmann den Fall. In Begleitung von Polizeibeamten brachte sie das Geld zurück zur Bank.

Bei einem zweiten Vorfall gegen 15.00 Uhr wurde die Polizei am Amalie-Thomas-Platz direkt von einem Sachbearbeiter eines Geldinstitutes angerufen, da dieser misstrauisch geworden war, als eine Kundin 20.000 EUR abheben wollte. “Durch das umsichtige Verhalten des Bankmitarbeiters konnte ein Schaden verhindert werden, ein großes Kompliment für sein Verhalten”, lobt der Polizeisprecher den Bankangestellten.

In Stadthagen wurde ein ähnlich gelagerter Fall angezeigt. Hier war eine über 90 – jährige Seniorin von einem angeblichen Polizeibeamten der Stadthäger Dienststelle angerufen und aufgrund einer vorgelogenen Liste, in der ihr Name auftauchen würde, nach ihren Vermögensverhältnissen ausgefragt worden. Richtigerweise hatte sie keine Fragen beantwortet und stattdessen ihre Polizei informiert. “Das ist im Übrigen genau der Tipp, den die Polizei allen Menschen gibt”, sagt Axel Bergmann von der Polizei, “Wir stellen keine solche Fragen am Telefon. Wenn wir ermitteln, dann erscheinen wir persönlich bei möglicherweise Betroffenen, weisen uns aus und geben zusätzlich den Hinweis, zur Absicherung in der Dienststelle anzurufen!” Weitere Tipps Ihrer Polizei :

- Seien Sie misstrauisch bei Fremden an Ihrer Haustür und lassen Sie 
niemanden "einfach so" in Ihre Wohnung!
- Legen Sie die Sicherungskette / den Sicherungsbügel vor, bevor Sie 
öffnen!
- Fragen Sie telefonisch bei Behörden / Dienststellen / Unternehmen 
nach, ob die Begründung des Besuchers stimmt, z.B. Stromableser, 
Wasserwerker, Schornsteinfeger, Polizeibeamte, Handwerker!
Ausweise können gefälscht sein, oftmals wissen Sie nicht einmal, 
wie ein Originalausweis aussieht!
- Im Zweifelsfall sollten Sie immer Ihre Polizei anrufen, notfalls 
auch über die Notrufnummer 110 ! Wir überprüfen die fremden Personen 
und können so Straftaten verhindern.
- Informieren Sie bitte Ihre Angehörigen, Nachbarn, Freundinnen und 
Freunde über die Tipps der Polizei, Sie machen den Straftätern damit 
das Leben ein bisschen schwerer!
Weitere Tipps und Hinweise auch im Netz : www.polizei-beratung.de 
sowie in Ihren Polizeidienststellen !
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