Die Meisterkonzerte im Giebelsaal der Albert-Schweitzer-Schule in Nienburg erfreuen sich seit 1985 äußerster Beliebtheit. Das besondere Ambiente und die von allen Seiten gelobte gute Akustik bieten seither einen herausragenden Rahmen für die Konzertreihe. Mit 4 Konzerten pro Spielzeit bietet die Reihe ein kleines, dafür aber hochkarätiges Programm. Musikerinnen und Musiker der internationalen Spitzenklasse, renommierte Solisten und Ensembles können regelmäßig für die Meisterkonzerte im Giebelsaal gewonnen werden – so auch in der kommenden Saison.

Nienburgs Kulturchef Wolfgang Lange hebt hervor: „Durch die nachhaltige finanzielle Unterstützung der Meisterkonzerte-Reihe durch die Neuhoff- Fricke-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kunst ist die Stadt Nienburg in der Lage, eine kammermusikalische Konzertreihe von überregionaler Strahlkraft zu realisieren. Die Reihe der Meisterkonzerte im historischen Giebelsaal des Gymnasiums Albert-Schweitzer-Schule ist auch aufgrund dieser herausragenden Qualität der Künstler und Ensembles Jahr für Jahr ausabonniert. Mit Steven Isserlis gastiert in der kommenden Spielzeit ein Cellist von Weltrang in Nienburg, über dessen Verpflichtung uns auch einige der renommiertesten Konzerthäuser beneiden dürften. Aber auch die übrigen Ensembles in dieser Reihe versprechen höchsten Konzertgenuss. Besonders freue ich mich aber auch darüber, dass eine konkrete Aussicht besteht, die Erreichbarkeit des Giebelsaals für ältere Konzertbesucherinnen und -besucher sowie für Personen mit Einschränkungen zu verbessern: die Albert-Schweitzer-Schule erhält in den kommenden Monaten einen Fahrstuhl.“

Am 26. Oktober 2017 beginnt die neue Saison mit dem Trio Wanderer & Freunde. Das bereits in der Meisterkonzerte-Saison 2009/10 stürmisch gefeierte Trio Wanderer mit Vincent Coq (Klavier), Jean-Marc Phillips-Varjabédian (Violine) und Raphaël Pidoux (Violoncello) trägt seinen Namen als Huldigung an Schubert und die deutsche Romantik mit dem Leitmotiv des „wandernden Reisenden“. Das vielfach preisgekrönte französische Trio tritt für ein besonderes kammermusikalisches Programm gemeinsam mit zwei Spitzeninterpreten auf: Der Bratschist Stefan Fehland erhielt seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Frithjof-Martin Grabner (Kontrabass) konzertierte schon als Absolvent und Preisträger internationaler Wettbewerbe in zahlreichen Sinfoniekonzerten als Solist und als Continuo-Spieler der großen Oratorien.

Der britische Cellist Steven Isserlis tritt am 12. Dezember 2017 gemeinsam mit der Pianistin Connie Shih im Giebelsaal auf. Isserlis wird weltweit für seine stupende Technik und Musikalität geschätzt und ist ein herausragender Solist und Kammermusiker. Als Solist tritt er mit den weltweit renommiertesten Orchestern und Dirigenten auf. Steven Isserlis, Commander of the British Empire, ist einer von nur zwei lebenden Cellisten, die in die Gramophone Hall of Fame aufgenommen wurden. Die kanadische Pianistin Connie Shih gilt als eine der herausragenden Künstlerinnen ihres Heimatlandes. Bereits im Alter von neun Jahren feierte sie ihr Orchesterdebüt mit Mendelssohns 1. Klavierkonzert gemeinsam mit dem Seattle Symphony Orchestra.

Das Daedalus Quartet trägt am 6. März 2018 Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Charles Ives und Johannes Brahms vor. Das junge Daedalus Quartet gewann bereits ein Jahr nach seiner Gründung im Jahr 2009 den ersten Preis des internationalen Streichquartett-Wettbewerbs im kanadischen Banff und etablierte sich als eines der vorzüglichsten Streichquartette der USA. Die Carnegie Hall in New York nominierte das Daedalus Quartett für die Reihe „Rising Stars“ der European Concert Hall Organization (ECHO).

Am 12. April 2018 treten Gábor Boldoczki (Trompete) und Krisztina Fejes (Klavier) mit Werken von Georg Friedrich Händel, Fréderic Chopin, Gabriel Fauré, Edward Elgar, Franz Liszt aber auch von Hidas, Friedmann, Wagner, Enescu oder Hubay auf. Der in Ungarn aufgewachsene Gábor Boldoczki ist mit seinem Trompetenspiel die Ausnahmeerscheinung seiner Generation. Die internationale Presse feiert ihn regelmäßig als grandiosen Trompetenvirtuosen. Die gebürtige Ungarin Krisztina Fejes studierte am Béla Bartók Konservatorium in Budapest. Neben ihrer Lehrtätigkeit an der Franz-Liszt-Musikakademie führten ihre internationalen Gastspiele sie unter anderem nach Wien, München und Paris. Sie ist Preisträgerin des Internationalen Klavierwettbewerbes „Bela Bartok“.

Die Meisterkonzerte sind äußerst beliebt und die Karten sehr begehrt, so dass diese Reihe ausabonniert ist. Es kommt allerdings immer wieder vor, dass Karten kurzfristig zurückgegeben werden. Interessierte können sich am Veranstaltungstag an der Theaterkasse melden und sich für mögliche Rückläufer vormerken lassen. Information an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4, in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, per E-Mail an theaterkasse@nienburg.de sowie im Internet unter www.theater.nienburg.de.

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