Am letzten Freitag begrüßte der stellvertretende Vorsitzende der „Interessenvereinigung der Ortsfeuerwehr Nienburg e.V.“ Thomas Cornelsen etwa 30 anwesende Förderer zur jährlichen Mitgliederversammlung. Nach der Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit, wurde den vier verstorbenen Mitgliedern gedacht, wovon Günter Goddar besonders erwähnt wurde. Durch sein Fachwissen hatte er zur Gründung des Interessenvereinigung maßgeblich beigetragen und ihn finanztechnisch auf den richtigen Weg geführt.

Der Geschäftsführer Hans-Jürgen Höfelmeyer berichtete für den Vorstand über den Mitgliederbestand. So hatte der Verein am 31.12.2017 insgesamt 163 Förderer, wovon 97 Kräfte ordentliche, sprich Einsatzkräfte aus der Einsatz- und Altersabteilung, und 66 fördernde Mitglieder. Höfelmeyer würde sich wünschen, mehr Förderer ins Boot zu holen, immerhin würden sie die Stadt teilweise entlasten, da die Interessenvereinigung Kosten übernimmt, die durch die Kommune nicht bezahlt werden. Ein großes Ärgernis waren im letzten Jahr die Wartungs- und laufenden Kosten der beiden automatischen, externen Defibrillatoren, kurz AED genannt. Die Stadt weigert sich beharrlich diese lebensrettenden Geräte, selbst als Geschenk, zu übernehmen, so dass der Vorstand aufgrund der Kosten gezwungen war, zu reagieren. Diese laufenden Kosten fressen dauerhaft einen erheblichen Anteil der Spenden auf. Es wurde beschlossen, diese Geräte gegen wartungsfreundlichere zu ersetzen. Ein Mitglied der Feuerwehr und der Interessenvereinigung betreibt einen Handel damit und konnte zwei neuwertige und generalüberholte AED anbieten. Beide Geräte wurden günstig erstanden. Ein weiterer Vorteil besteht auch darin, dass dieses Mitglied die Einsatzkräfte rechtssicher schulen kann, was wiederum eine externe, kostenpflichtige Fortbildung spart. Ein Gerät wird auf dem BvD-Fahrzeug mitgeführt und das zweite ist auf demLöschgruppenfahrzeug LF20 verlastet. Beide Geräte wurden vom stellvertretenden. Vorsitzenden Thomas Cornelsen im Anschluss der Versammlung an die beiden stellvertretenden Ortsbrandmeister Wolfram Müller und Ralf Bergmann übergeben.

Foto: Andreas Winkler, Feuerwehr Nienburg

Der Geschäftsführer stellte die größeren Investitionen aus 2017 vor. Unter anderem wurde für das kleine Löschgruppenfahrzeug ein Navigationsgerät beschafft, das mit dem Digitalfunkgeräte gekoppelt ist. Der Einsatzort wird damit automatisch auf dem Navi angezeigt.Somit verfügen jetzt alle Großfahrzeuge der Ortsfeuerwehr über diese Technik. Auch wurden für alle ordentlichen Mitglieder der Interessenvereinigung Softshell-Jacken beschafft. Insgesamt wurden im Jahr 2017 mehr als 15.000€ in die Feuerwehr investiert.Seit der Gründung vor 16 Jahren kommt der Verein auf eine Förderungssumme von mehr als 285.000€. In erste Linie kamen die Investitionen der Jugendfeuerwehr und den aktiven Kameraden zu Gute. Ein Großteil des Geldes wurde durch Spenden aber auch durch die kontinuierlicheAltpapiersammlung eingenommen. Die Container auf dem Hof des Feuerwehrhauses und bei verschieden Betrieben bringen zwar nicht die Summen, wie vor ein paar Jahren, stellen aber immer eine gewisse finanzielle Grundlage dar.

Nach Ablauf des dreijährigen Turnus musste der Vorstand neu gewählt werden. Die Leitung der Wahl übernahm der 2. Stellv. Bürgermeister und ehemalige Stadtbrandmeister Wilhelm Schlemermeyer. Alle vier Mitglieder des Vorstandes stellten sich zur Wiederwahl. Andere Kandidaten gab es nicht. Die Wiederwahl des Vorstandes erfolgte dann einstimmig.

Der neue (alte) Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzender: Klaus Hanauer
Stellvertretender Vorsitzender: Thomas Cornelsen
Geschäftsführer: Hans-Jürgen Höfelmeyer
Schriftführer: Dieter Schmitz

Schlemermeyer wünscht dem Team viel Erfolg und erwähnte noch, dass die Stadt Nienburg den Brandschutzbedarfsplan in Angriff genommen hat und die Umsetzung schon in vollen Zügen läuft. Im weiteren Verlauf wurde auch ein neuer Kassenprüfer gewählt, da Bernd Kiehne nach zwei Jahren satzungsgemäß seinen Posten abgeben musste. Einstimmig wurde Bernd Passe von der Versammlung in das Amt gewählt.
In den Wortbeiträgen äußerte sich Passe als einer der Brandschutzerzieher in der Ortsfeuerwehr Nienburg noch zu der gasbetrieben Feuerlöscherübungsanlage, die die Interessenvereinigung 2016 gekauft hatte. Im Jahr 2017 wurden u.a. an der Anlage 11 externe Gruppen durch die Brandschutzerzieher und Schulklassenbetreuer im Umgang mit Feuerlöschern geschult, was wiederum zeigt, wie wichtig und sinnvoll diese Investition war.

Der stellvertretenden Ortsbrandmeister Wolfram Müller dankte im Namen der Ortsfeuerwehr Nienburg dem alten und neugewählten Vorstand für die geleistete Arbeit. Auch er ging auf den Brandschutzbedarfsplan ein, der mehrere Millionen Euro beinhaltet und wies auf die Wichtigkeit des Fördervereins hin. Besondere Wünsche würde die Stadt in Zukunft wohl nicht mehr so einfach übernehmen. Im Anschluss der Versammlung wurden Teile der Investitionen aus dem Jahr 2017 und auch schon 2018 durch die Mitglieder begutachtet.

Teile als Erster diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.