Lausbubengeschichten mit Hansi Kraus Lustspiel nach den Erzählungen von Ludwig Thoma am 16. Februar im Nienburger Theater

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Wer kennt sie nicht, die „Lausbubengeschichten“ von Ludwig Thoma? Am Freitag, 16. Februar, um 15 Uhr sind sie im Nienburger Theater auf dem Hornwerk zu sehen. Für die Rolle des Schriftstellers Ludwig Thoma konnte kein geringerer als Hansi Kraus gewonnen werden, der damit erstmals deutschlandweit auf Tournee zu sehen ist.

Nicht erst durch die Verfilmungen mit Hansi Kraus haben sich die Schüler-Streiche, die irgendwo zwischen der „Feuerzangenbowle“ und „Michel aus Lönneberga“ anzusiedeln sind, in das kollektive Bewusstsein unserer ganzen Nation gegraben. Ein Schweineschwänzchen am Rock des Rektors, ein Wandertag mit betrunkenen Schülern, die erste Liebe und natürlich zu Bruch gehende Fensterscheiben… Mit seinen listigen Streichen führt der jugendliche Rebell Ludwig die lästige Verwandtschaft, Lehrer und Streber, Offizier und Pfarrer an der Nase herum. Er entlarvt dabei auf höchst amüsante Weise Doppelmoral und Scheinheiligkeit des provinziellen Spießbürgertums.

Ihre zeitlose Komik und ihr trockener Humor machen die „Lausbubengeschichten“ zu den wohl populärsten Schulbankerzählungen der deutschen Literatur, die nun in einer geschickten Dramatisierung auf der Theaterbühne das Publikum bestens unterhalten werden.

Die Freunde Ludwig Thoma (gespielt von Hansi Kraus), Ignatius Taschner und Albert Langen treffen sich regelmäßig in einem urigen Münchner Wirtshaus zum Stammtisch. Bei Weißbier und Brotzeit gibt man sich dem Müßiggang hin, bis der bayerische Schriftsteller plötzlich damit beginnt, sich Notizen zu machen. Seine beiden Freunde finden das zunächst wenig witzig, will man doch im Wirtshaus nichts von der Arbeit wissen will. Als sie Ludwig Thoma deshalb zur Rede stellen, erzählt er ihnen, dass er an einem neuen Roman arbeitet, seinen „Lausbubengeschichten“. Zur Strafe, weil er sich nicht an das „Arbeitsverbot“ am Stammtisch gehalten hat, soll er in der Runde wenigstens ein paar seiner Schülerstreiche zum Besten geben. Gesagt, getan. Bereits nach den ersten vorgetragenen Zeilen schwelgen die drei Männer in ihren Schulerinnerungen. Jeder steuert etwas aus seiner Pennälerzeit bei, und schnell wird aus dem Stammtischgespräch ein munteres Spiel, bei dem nicht nur die drei Männer in die Rollen der Lehrer, Pfarrer und anderer bayerischer Originale schlüpfen, sondern auch Wirtin Gundel Muxeneder und Ausschankhilfe Franzi sofort von dem launigen Spiel angesteckt werden. Als dann auch noch die drei Buben von der Kegelbahn die Rollen des Schülers Ludwig Thomas sowie seiner Klassenkameraden übernehmen, ist das achtköpfige Ensemble komplett. Blitzschnell verwandelt sich die Wirtsstube zum Klassenzimmer, den Allgäuer Alpen sowie der Wohnstube der Familie Thoma, und das Publikum hat einen Riesenspaß bei dieser bühnengerechten Umsetzung von Ludwig Thomas „Lausbubengeschichten“.

Karten sind erhältlich an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, per E-Mail an theaterkasse@nienburg.de sowie im Internet unter www.theater.nienburg.de. Die Theaterkasse hat montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. „Last-Minute-Tickets“ für junge Leute (16 bis 25 Jahre) gibt es 30 Minuten vor der Aufführung für fünf Euro.

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