Ein Film, der die Augen öffnet: Das Nienburger Kulturwerk und der BUND zeigen am Montag, 20. November, um 20.15 Uhr im Rahmen des Kommunalen Kinos den Dokumentarfilm „Bauer unser“ von Regisseur Robert Schabus. Ausnahmsweise wird der Film aber nicht im Kulturwerk gezeigt, sondern im Filmpalast Nienburg (ehemals Film-Eck).

Präzise erzählt die Dokumentation von den heutigen Perspektiven bäuerlicher Arbeit, den Herausforderungen, Zwängen und Risiken der krisengeschüttelten Branche. Der Regisseur weiß, wovon er redet: Selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen, hat er drei Jahre lang für sein Herzensprojekt, wie er den Film nennt, recherchiert und jede Menge Informationen über die EU-Landwirtschaft gesammelt.

Immer billiger, immer schneller, immer mehr – sieht so die Zukunft der Landwirtschaft aus? Unterschiedliche Akteure kommen zu Wort: vom Biobauern über den konventionellen Agraringenieur bis hin zu EU-Politikern und Lobbyisten.

Die Dokumentation des Regisseurs von „We feed the World“ und „More than Honey“ nimmt uns mit zu den Orten, an denen unsere Lebensmittel produziert werden: Wir sehen die Hochleistungskuh, wenn sie gemolken wird oder erleben mit, wie erschreckend kurz ein Hühner- und Schweineleben in der Massentierhaltung ist. Vor allem aber zeigt die Dokumentation, mit welchen Problemen Bauern heutzutage zu kämpfen haben.

Viele Landwirte kommen irgendwann aus diesen von ganz oben verordneten Globalisierungsphrasen vom ständigen Wachstum nicht mehr heraus und verschulden sich immer mehr. Andere versuchen, z. B. in Erzeugergemeinschaften oder als landwirtschaftliche Öko-Minis dem Wachstumswahnsinn zu trotzen.

Und was tut der Verbraucher? Trotz Öko-Touch haben viele noch immer die alten Denkmuster im Kopf und greifen im Kühlregal dann doch nach der billigeren Alternative (z.B. bei Milchtüten).
Drei Dinge bleiben nach der Doku: Die Gewissheit, so kann es nicht weitergehen. Ein veränderter Blick auf unsere Lebensmittel und die Menschen, die sie produzieren – und die Lust, Obst und Gemüse direkt beim Bauern zu kaufen.

Der Film eignet sich auch für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9/10. Der Eintritt beträgt 6 Euro. Weitere Informationen im Nienburger Kulturwerk unter Telefon (0 50 21) 9 22 58-0, per E-Mail unter info@nienburger-kulturwerk.de bzw. im Internet unter www.nienburger-kulturwerk.de.

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