Jetzt bewerben für den Bandcontest „Plattsounds“ „Musikalische Kreativität präsentieren“

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Michael Duensing, lokaler Geschäftsführer des Landschaftsverbandes Weser-Hunte, ruft junge Musikerinnen und Musiker aus dem Landkreis Nienburg dazu auf, sich beim Wettbewerb „Plattsounds“ zu bewerben. Foto: Landschaftsverband Weser-Hunte

Landkreis. Plattdeutsch ist „in“. Das zeigt der „Plattsounds“- Bandcontest, der Tradition und Moderne zusammenführt: bereits zum achten Mal findet der Wettbewerb statt. Im Oktober treten junge Musiker mit plattdeutschem Rock, Pop, Punk, Singer/Songwriter, Hip-Hop oder Metal an. Ab jetzt können sich niedersächsische Bands und Solokünstler im Alter von 15 bis 30 Jahren bewerben.

Bereits seit 2011 findet der originelle Wettbewerb jährlich statt. Junge Musikerinnen und Musiker haben seither rund 150 plattdeutsche Songs eingereicht, um moderne Musik mit Niederdeutsch zu verbinden und möglicherweise einen der Preise in Höhe von 1000 Euro, 600 Euro und 300 Euro zu gewinnen. Nach Stationen in Oldenburg, Osnabrück, Schüttorf und Celle treffen Musiker aus ganz Niedersachsen am 20. Oktober 2018 in Leer aufeinander. Im Zollhaus werden zehn Bands und Solokünstler gegeneinander antreten.

Michael Duensing, lokaler Geschäftsführer des Landschaftsverbandes Weser-Hunte für den Landkreis Nienburg, betont: „Dieser Wettbewerb bietet jungen Künstlerinnen und Künstlern eine ideale Möglichkeit, ihre musikalische Kreativität zu präsentieren, und das in plattdeutscher Sprache. Es wäre toll, wenn sich Gruppen sowie Solistinnen und Solisten aus dem Kreisgebiet bewerben würden.“ Bei dem Contest wird zwar jährlich das beste plattdeutsche Lied gesucht, als Wettbewerb sehen viele Teilnehmer das Projekt aber nicht. „Es hat die ganze Zeit eine sehr freundliche und fast schon familiäre Stimmung geherrscht“, sagt die Band Neonhandz. Auch andere Musiker sehen das Festival als Plattform, auf der sich Plattdeutsch-Interessierte ausprobieren können, und weniger als einen Ort für Konkurrenzdenken. „Wer kein Platt kann, kann trotzdem mitmachen, denn wir helfen gerne beim Übersetzen und beim Üben des plattdeutschen Textes“, sagt Grietje Kammler, Leiterin des Plattdüütskbüros der Ostfriesischen Landschaft, die das Finale erstmals ausrichtet.

Der plattdeutsche „Grand Prix“ soll Zeitgeist und Heimatgefühl in moderner Musik vereinen und junge Leute für die Sprache begeistern. Bis zum 7. September können sich Bands und Einzelinterpreten im Alter zwischen 15 und 30 Jahren unter www.plattsounds.de bewerben. Plattdeutschkenntnisse sind vorteilhaft, aber kein Muss für die Teilnahme. „Die erste Bewerbung kann beispielsweise auch mit einem Lied auf Hochdeutsch oder Englisch erfolgen“, sagt Grietje Kammler. Das Institut für Niederdeutsche Sprache mit Sitz in Bremen unterstützt die niedersächsischen Landschaften bei den Übersetzungen. Auf die Bühne kommt am Ende nur, wer einen Wettbewerbsbeitrag mit einem plattdeutschen Text einsendet.

„Plattsounds“ ist ein Kooperationsprojekt von acht Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die das Projekt in der Gruppe „Platt is cool“ (www.platt-is- cool.de) umsetzen. 2018 ist die Ostfriesische Landschaft Veranstalter. www.plattsounds.de