Foto:  Die Teilnehmer des Sportbootführerschein „Binnen“ mit Ausbilder Harald Ellermann (rechts) und dem stellv. Kreisbrandmeister Volker Brinkmann (zweiter von rechts)

Bootsführer für Gefahrenabwehr ausgebildet

Nienburg (MH). Im Zuge der Erstellung von Feuerwehrbedarfsplänen, wurde auch das Binnengewässer „Weser“ als mögliche Gefahrenquelle begutachtet. Daraus resultierte der „Gefahrenabwehrplan Weser“.  Nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz sind eigentlich die Kommunen für die Gefahrenabwehr zuständig, durch die Weser fließt. Damit aber Synergien genutzt werden können, übernimmt der Landkreis Nienburg/Weser hier die Koordinierung und Bündelung. Ziel dieser Arbeit ist es, eine gemeinsame und kostensparende Umsetzung des Gefahren-abwehrplanes in den Anrainerkommunen zu erreichen.

Zusammen mit den Kommunen Grafschaft Hoya, Heemsen, Marklohe, Mittelweser, Nienburg/Weser und Liebenau erarbeitete der Landkreis ein Konzept zur interkommunalen Zusammenarbeit. Die Beschaffung von vier Mehrzweckbooten und die Ausbildung wird vom Landkreis zentral koordiniert. Die Kommunen stellen bis zu sieben Einsatzkräfte, die ausgebildet werden und tragen die Kostender Ausbildung. Der erste Schritt zur interkommunalen Zusammenarbeit erfolgte in den vergangenen Wochen. 29 Personen, darunter auch vier Mitglieder des DLRG Uchte und Nienburg, absolvierten in 36 theoretischen und 55 praktischen Ausbildungsstunden den Sportbootführerschein Binnen.

Abschluss der Ausbildung war am vergangenen Sonntag die Prüfung, die durch Henning Oehlerking und Eckhard Schwirten, beide vom Deutschen Motoryachtverband, abgenommen wurde. Die Prüfung wurde in zwei Teile gegliedert. Während eine Hälfte der Führerscheinanwärter die Fragebögen im Feuerwehrhaus Nienburg ausfüllte, war die zweite Gruppe mit der praktischen Prüfung im Nienburger Hafen beschäftigt. Manöver, wie „Person über Bord“ bis hin zu einem kursgerechten Aufstoppen gehörten zu dem praktischen Teil. Bei der theoretischen Prüfung mussten 24 von über 200 möglichen Fragen richtig beantwortet werden. Harald Ellermann, Ehrenortsbrandmeister Nienburg, leitete die Ausbildung und dankte den Teilnehmern, darunter auch drei Frauen,für die gute Mitarbeit. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ihr wart ein gutes Team!“

Die praktische Prüfung fand im Nienburger Hafen statt.

Der stellv. Kreisbrandmeister Volker Brinkmann, der die Prüfung mit verfolgte und die Grüße der Kreisfeuerwehr überbrachte, dankte den Teilnehmern für deren Bereitschaft bei der interkommunalen Zusammenarbeit mitzuwirken. Dank sprach der stellv. Kreisbrandmeister aber auch Harald Ellermann aus, der federführend die Ausbildung durchgeführt hatte. Alle Teilnehmer haben den Sportbootführerschein „Binnen“ bestanden.

Nun folgt im kommenden Jahr die Ausbildung für das UKW-Sprechfunkzeugnis Binnenschifffahrtsfunk (UBI). Nur die Kombination des Sportbootführerschein mit dem UBI befähigt auf Binnengewässern ein Motorboot zu führen.

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