Landkreis. Nach einem erfolgreichen Start im Schuljahr 2017/2018 wird es auch für das kommende Schuljahr sechs Stellen für Bundesfreiwillige beim Landkreis Nienburg geben. An den Berufsbildenden Schulen (BBS) Nienburg, den Oberschulen in Hoya, Steimbke und Uchte sowie an der Hauptschule Liebenau hat der Landkreis Nienburg hierfür jeweils eine Stelle eingerichtet. Neu hinzugekommen ist die OBS Marklohe. Bewerbungen nimmt das Personalamt des Landkreises Nienburg ab sofort entgegen.

„Ein Bundesfreiwilligendienst hilft jungen Leuten bei der Berufsorientierung oder der Überbrückung eines Wartesemesters. Aber auch Ältere, auch mit eigenem Fluchthintergrund, können vom Dienst als ‚Bufdi‘, wie die Freiwilligen genannt werden, profitieren. Etwa um Kontakte zu gewinnen oder etwas Neues auszuprobieren“, sagt Carmen Prummer, Fachdienstleiterin „Migration und Teilhabe“. An den genannten Schulen sollen engagierte Helferinnen und Helfer die Integration junger Menschen ins Schulleben voranbringen. Dabei geht es um eine individuelle Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe im schulischen Kontext, um die Integration in den Regelunterricht, um Hilfe bei der Akquise von Praktikumsplätzen, Unterstützung im Sprachförderunterricht und die Begleitung in Einrichtungen und Institutionen in den jeweiligen Kommunen.

Bei ihrem Dienst an den sechs weiterführenden Schulen erhalten die „Bufdis“ neben dem gesetzlich festgelegten Salär und der Sozialversicherung durch den Landkreis auch eine pädagogische Begleitung durch den Fachdienst „Migration und Teilhabe“. Neben der Anleitung finden regelmäßige Teambesprechungen und Einzelgespräche statt. Auch müssen im Rahmen des Einsatzes 25 Fortbildungstage von den Freiwilligen besucht werden. In enger Kooperation mit dem Fachbereich „Bildung“ des Landkreises wurden die erwähnten Schulen anhand der Kinder und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte im Vergleich zur Gesamtzahl der Schülerschaft ausgewählt. Seit fast sechs Jahren gibt es den Bundesfreiwilligendienst. Aus den ersten knapp 600 Freiwilligen im Juli 2011 sind inzwischen mehr als 200 000 „Bufdis“ geworden, die sich in sozialen, ökologischen, kulturellen Projekten oder Sporteinrichtungen engagieren. Laut Studien brechen nur sehr wenige ihren Dienst vorzeitig ab und wenn, dann meist, um ein Studium oder eine Ausbildung anzufangen. Mehr als zwei Drittel der jüngeren Befragten sagten, sie hätten Anregungen für ihre Berufswahl erhalten.

Nähere Informationen erteilt Carmen Prummer, Fachdienst „Migration und Teilhabe“, unter Telefon (0 50 21) 967-686. Die Stellenausschreibung ist auf der Homepage des Landkreises unter www.lk-nienburg.de einzusehen.

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