Großes Ensembletheater mit Peter Bause auf Tournee Brechts „Der kaukasische Kreidekreis“ am 20. Februar im Theater auf dem Hornwerk

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„Der kaukasische Kreidekreis“ ist an eine chinesische Sage angelehnt und beschäftigt sich mit Recht und Gerechtigkeit. Foto: Bernd Böhner
„Der kaukasische Kreidekreis“ ist eines der schönsten, reichhaltigsten und von der Form her anspruchsvollsten Stücke Brechts. Am Dienstag, 20. Februar, um 20 Uhr ist es in einer Inszenierung von Peter Bause im Nienburger Theater auf dem Hornwerk zu sehen.

Nach einem Staatsstreich gegen den Großfürsten wird der reiche Gouverneur Abaschwili hingerichtet. Seine Witwe kann den Wirren der Revolution zwar entkommen, indem sie hastig ihre kostbaren Kleider zusammenpackt und flieht, ihren kleinen Sohn Michel lässt die selbstsüchtige Frau jedoch im Palast zurück. Die einfache, gutmütige Magd Grusche nimmt sich nach erstem Zögern des Kindes an. Da aber auf den Nachkommen des verhassten Gouverneurs ein hohes Kopfgeld ausgesetzt ist, flieht sie mit ihm in die kaukasischen Berge, wo sie bei ihrem Bruder Unterschlupf findet und Michel als ihr eigenes Kind ausgibt. Um Michel zu legitimieren, heiratet sie sogar einen vermeintlich todkranken Bauern, obgleich sie schon mit dem Soldaten Simon verlobt ist. Als dann aber die Nachricht vom Kriegsende eintrifft, erweist sich nicht nur der Sterbenskranke als kerngesund – die Gouverneurswitwe fordert ihren Sohn zurück, um ihr Erbe zu sichern. Den Streit zwischen den beiden ungleichen Müttern muss nun der Armeleuterichter Azdak mit einem nahezu salomonischen Urteil entscheiden.

Brecht beschäftigte sich mit dem Stoff des Kreidekreises seit Mitte der 1920er Jahre. Nach verschiedenen Prosa-Bearbeitungen im skandinavischen Exil schrieb er die Dramenfassung seines an die chinesische Sage angelehnten Lehrstücks über Recht, Gerechtigkeit und wahren Besitz in Amerika. „Der kaukasische Kreidekreis gehört neben „Die Dreigroschenoper“, „Leben des Galilei“ und „Mutter Courage und ihre Kinder“ zu seinen bekanntesten Werken.

Karten sind erhältlich an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, per E-Mail an theaterkasse@nienburg.de sowie im Internet unter www.theater.nienburg.de. Die Theaterkasse hat montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. „Last-Minute-Tickets“ für junge Leute (16 bis 25 Jahre) gibt es 30 Minuten vor der Aufführung an der Abendkasse für fünf Euro.

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