Bildunterschrift: Ingolf Lück, der die „Wochenshow“ zur erfolgreichsten Comedy-Sendung Deutschlands machte, brilliert hier neben René Steinke und Saskia Valencia als egozentrische Nervensäge. Foto: Joachim Hiltmann

In der wundervollen Komödie „Das Abschiedsdinner“ decken die Darsteller Ingolf Lück, René Steinke und Saskia Valencia mit viel Sprachwitz die unter der Oberfläche brodelnden Befindlichkeiten auf und zeigen, dass Eigenart das Salz in der Suppe der zwischenmenschlichen Beziehungen ist. Am Dienstag, 2. Oktober, um 20 Uhr ist die Komödie im Nienburger Theater auf dem Hornwerk zu sehen.

Was, wenn ein Treffen mit alten Freunden zur bloßen Verpflichtung gerät? Wenn man sich immer dieselben Geschichten erzählt und hinter dem Rücken des jeweils Anderen eigentlich nur noch lästert? Dann könnte man sich doch auch gleich von der belastenden Beziehung verabschieden, oder? So sehen es jedenfalls Peter und Katja Vorberg, die keine Lust mehr haben, 35 Prozent ihrer freien Abende mit aufwendiger Freundschafts- und Kontaktpflege zu verbringen. Das sogenannte „Abschiedsdinner“ soll Abhilfe schaffen. Es wird für solche Freunde gegeben, die eigentlich nur noch aus Gewohnheit eingeladen werden.

Beim Lieblingswein der Freunde, umgeben von den Geschenken, die sie im Laufe der Zeit erhalten haben und bei deren Lieblingsmusik soll ein Essen kredenzt werden – alles, ohne den Betreffenden zu sagen, dass es das letzte Ma(h)l sein wird. Die Vorbergs beschließen, es zu versuchen und wählen als erstes Bea und Anton. Alles wird arrangiert und steht bereit für den letzten gemeinsamen Abend. Doch Anton kommt allein und entlarvt ihren Plan.

Erst geschockt, möchte er dennoch die Freundschaft retten und schlägt vor, eine Art Therapiestunde abzuhalten. Was folgt, ist ein genialer Schlagabtausch der beiden Freunde, die sich im Verlauf des Abends nichts schenken und alles auspacken, was sie sich in den langen Jahren ihrer Freundschaft nie gesagt haben. Rasant und gnadenlos schaukeln sie sich unter der Beobachtung von Katja gegenseitig hoch, bis letztendlich eine Handvoll Erdnüsse die kathartische Läuterung vollbringt.

Karten sind erhältlich an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, per E-Mail an theaterkasse@nienburg.de sowie im Internet unter www.theater.nienburg.de. Die Theaterkasse hat montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. „Last-Minute-Tickets“ für junge Leute (16 bis 25 Jahre) gibt es 30 Minuten vor der Aufführung an der Tageskasse für fünf Euro.

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