„Wege des Lebens“ heißt die Fotoausstellung, die am Donnerstag, 18. Januar, um 19 Uhr im Nienburger Kulturwerk eröffnet wird. Der Kreis-Nienburger Fotograf Maciej Michalczyk zeigt das Leben der Bewohner des „Fachkrankenhauses für die Seele“, dem Klinikum Wahrendorff. Die Bilder zeigen eindrucksvoll die ethische Neuorientierung im Umgang mit Menschen, deren Innenleben nicht konform geht mit den gesellschaftlichen Lebensanforderungen. Die Ausstellung ist ein künstlerisches wie persönliches Plädoyer für Toleranz und Vielfallt.

Die Ausstellung, eine Kooperation zwischen dem Klinikum Wahrendorff und dem Nienburger Kulturwerk, läuft bis zum 16. März. Sie ist eingebettet in das Projekt „Vergissmeinnicht – 100 Jahre Erster Weltkrieg“. Zum 100 Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs gedenkt das Nienburger Kulturwerk in Kooperation mit dem „Arbeitskreis Gedenken“ der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts und setzt sich mit den Folgen des Krieges auseinander. Der Erste Weltkrieg veränderte das Leben der Menschen, Gesellschaften und Staaten in Europa. Die gemeinsame Erinnerung an diesen kollektiven Albtraum, seine Ursachen und Auswirkungen ist deshalb unverzichtbarer Bestandteil des europäischen Integrationsprozesses.

Der erste Weltkrieg ist auch der traurige Beginn des industriell geführten Krieges. Der Wissenschaftler Fritz Habers rettete Unzählige mit seinem Verfahren für Kunstdünger – und tötet im Ersten Weltkrieg Tausende mit Giftgas. Das Theaterstück „Immerwahr“ erzählt am 9. Februar im Nienburger Kulturwerk die tragische wie mutige Geschichte seiner Frau Clara Immerwahr. Als Fritz Haber im Kriegsministerium Karriere machte und an der Entwicklung neuer Kampfgase arbeitete, legte sie Protest ein, sprach von einer “Perversion der Wissenschaft”. Zu dem Theaterstück wird es einen Theaterworkshop für Schüler als Vorbereitung geben. Das Kommunale Kino zeigt am 26. Februar ebenfalls im Kulturwerk ein filmisches Portrait dieser beeindruckenden Frau. Mit einem wissenschaftlichen Vortrag zum Thema Ethik in der Forschung wird die Projektreihe am 15. März in einen größeren Kontext gesetzt.

Weitere Informationen zur Fotoausstellung und zum Projekt „Vergissmeinnicht – 100 Jahre Erster Weltkrieg“ erteilt das Kulturwerk-Team unter Telefon (0 50 21) 92 25 80, per E-Mail an info@nienburger-kulturwerk.de oder unter www.nienburger-kulturwerk.de.

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