Am Mittwoch Abend, 20.03.2019, gegen 18.30 Uhr, wollten Polizeibeamte der Nienburger Dienststelle einen Haftbefehl gegen einen 25-jährigen Nienburger vollstrecken. Der Haftbefehl war wegen Nichterscheinens vor Gericht erlassen worden. Hinweise auf den unerlaubten Handel des jungen Mannes mit Betäubungsmitteln lagen der Polizei zwischenzeitlich zusätzlich vor. Bei dem Versuch der Festnahme an der Hannoverschen Straße, flüchtete der Beschuldigte, sprang in den Steinhuder Meerbach, kraulte durch das an der Stelle etwas tieferen Gewässer und versteckte sich nach einem kurzen Sprint in einem nahe gelegenen Waldstück.

Mit Unterstützung weiterer Funkstreifenwagenbesatzungen umstellten 10 Polizeibeamte das Waldstück und konnten den Flüchtigen ca. 45 Minuten später festnehmen. Durch das Bad im eiskalten Meerbach, der nassen Kleidung sowie dem Aufenthalt an der kalten Luft, stellten Rettungskräfte eine Körpertemperatur von nur noch 35 ° fest. Nach Angaben der Fachleute hätte der Mann in diesem Zustand die Nacht im Wald nicht überlebt.

Eine Jacke hatte der Nienburger unterwegs fortgeworfen, nach seinen Angaben, weil diese durch das Wasser zu schwer geworden war. In der Jacke sowie bei der anschließenden von der Staatsanwaltschaft beantragten und richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung stellten die Polizeibeamten weitere Betäubungsmittel, Bargeld und Rauschgiftutensilien sicher. Das Amtsgericht setzte am Donnerstag den Haftbefehl gegen strenge Auflagen außer Vollzug.

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