Zum Foto :Das Schieben schwerer Pedelcs ist wenig erfreulich, besonders wenn es um 1490m geht.

Seit Anfang November ist die Fahrradverbindung von Rehburg nach Mardorf  durch die Meerbruchwiesen für Radfahrer gesperrt. Auf einem  Streckenabschnitt von 1,5 km muss der Radfahrer jetzt absteigen. Als  Grund werden starke Absenkungen der Fahrbahn und Längsrisse in der  Oberfläche genannt.

„Absteigen ist doof“, schreibt dazu Heiner Homfeld in einer Mail an den  Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Wir können dem nur zustimmen“, so Berthold Vahlsing, Sprecher des Verbandes. Das Schieben über einen dermaßen langen Abschnitt könne Besuchern des Steinhuder Meeres nicht zugemutet werden.  „Die Probleme des Weges sind seit Jahren bekannt“, unterstreicht der Verein. Niemandem vor Ort könne das entgangen sein. „Wir haben das Thema immer mal wieder angesprochen“, so Vahlsing. „Anstelle der Sperrung hätten wir uns eine zügige Ertüchtigung gewünscht.“

Der Kiebitzohrdamm, so nennt sich der Weg zwischen Rehburg und dem Rundweg Steinhuder Meer, ist eine der wichtigsten Verbindungsstrecken für Radfahrer aus dem Landkreis Nienburg vom und zum Steinhuder Meer. Eine zweite Zuwegung führt über Winzlar, eine weitere über Bolsehle, Schneeren an den Naherholungssee, beide Strecken sind laut ADFC für viele Radfahrer aus dem Landkreis etwas abgelegener. Ein straßenbegleitender Fahrradweg an der L360 von Rehburg nach Mardorf ist erst in Planung und vorläufig nicht in Sicht. Der Kiebitzohrdamm sei und
bleibe die bedeutsamste Verbindung für Radfahrer aus dem Kreis Nienburg ans Meer.

Auf dem Streckenabschnitt liegen mehrere Themenrouten, die frisch überarbeitete Dinotour der Stadt Rehburg/Loccum und die überregionale Große Weserlandroute. Geplant sind auf dieser Strecke zwei der drei
touristischen Anbindungsrouten aus dem Landkreis Nienburg, von Stolzenau, Landesbergen und Nienburg kommend. „Die Sperrung unterbricht diese Routen und schneidet letztlich den Landkreis Nienburg vom
Naturschutzpark ab“, meint der Verbandssprecher.

Der ADFC hatte Anfang November den Landkreis Nienburg und die Stadt Rehburg/Loccum auf den Sachstand aufmerksam gemacht. Mit der zuständigen Stadt Neustadt habe es seitens der Verwaltung inzwischen Gespräche
gegeben, schreibt der Verein, nach Lösungen werde gesucht. Dazu Vahlsing abschießend: „Wir würden uns Abhilfemaßnahmen bis zur neuen Fahrradsaison wünschen.“

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