Für Eltern und Angehörigen der sogenannten ABC-Schützen beginnt jetzt die “heiße Phase”. Es folgt die Vorbereitung auf den nächsten großen Schritt Ihres Kindes – die Einschulung. Der Kontaktbeamte der Polizei Nienburg, Polizeioberkommissar Volker Conrad, möchte daher bei dem Übergang vom Kindergarten in die Schule mit einigen Tipps behilflich sein.

Thema Schulranzen: Er ist nicht nur praktisch für Schulhefte, Mappen und Bücher, er trägt auch viel zur Sicherheit des Kindes bei. “Achten Sie daher beim Ranzenkauf darauf, dass er möglichst nicht breiter ist als die Schultern Ihres Kindes, da sonst der Blick über die Schulter gefährlich eingeschränkt wird. Auch sollte der Ranzen mit breiten, gepolsterten Trageriemen ausgestattet sein, denn je bequemer der Ranzen für das Kind ist, desto besser kann es sich auf den Straßenverkehr konzentrieren”, so Conrad. Zudem sollte auch bei den Motiven und den Farben darauf geachtet werden, dass diese viel fluoreszierendes und somit leuchtendes Material beinhalten. Insbesondere auch an den Seiten. Taschen mit Tragegriff, ein sog. Freizeit-Rucksack oder Schulranzen-Trolly sind für Erstklässler ungeeignet.

Thema Schulweg: Für die Schulanfänger stellt der neue Weg oftmals die größte Herausforderung dar. Er bedeutet auch einen “großen Schritt” in einen anderen Lebensabschnitt. Polizeioberkommissar Conrad betont daher: “Dieser Weg will gelernt sein! Je besser ein Kind seinen Schulweg kennt, umso eher kann es diesen auch mal ohne Begleitung von Erwachsenen gefahrlos zurücklegen”. Eltern sollten somit weit vor der Einschulung den sichersten Schulweg ermitteln. Das ist sicherlich nicht immer der kürzeste, aber mit Sicherheit der Weg, bei dem alle Straßenquerungen durch Ampeln oder Zebrastreifen gesichert sind.

Das Schulwegtraining sollte auch möglichst schon vor den Sommerferien und noch während der Schulzeiten beginnen. Gerade morgens zum Schulbeginn sind die Wege zur Schule stärker als sonst frequentiert. Dadurch ist der einzuübende Schulweg obendrein so wirklichkeitsnah wie möglich. Ein einmaliger “Spaziergang” reicht allerdings nicht aus. Üben Sie diesen Weg mindestens fünf- bis zehnmal. Weisen Sie auf mögliche Gefahrenstellen hin und erläutern Sie diese. Vollziehen Sie nach einigen Durchgängen einen “Rollentausch” und lassen sich den Schulweg von Ihrem Kind erklären. So stellen Sie fest, ob es alles verstanden hat.

Volker Conrad gibt weiterhin den Hinweis, dass Kinder immer den Bürgersteig auf der zur Straße abgewandten Seite benutzen sollen. Abschließend weist der Polizist noch darauf hin, dass die ABC-Schützen den Straßenverkehr allein schon durch ihre Körpergröße mit einer ganz anderen Perspektive wahrnehmen, was von den Eltern immer bedacht werden sollte. Für weitere Nachfragen steht Ihnen der Kontaktbeamte Volker Conrad unter der Telefonnummer 05021/9778-232 gerne zur Verfügung.

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