Böse Reime und pointierte Provokation Lisa Eckhart am 2. März gemeinsam mit Sven Kemmler im Nienburger Kulturwerk

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In „Die Nymphe und der finstere Förster“ entzückt Lisa Eckhart gemeinsam mit Sven Kemmler mit unzähligen literarischen Anspielungen und exquisiten Gemeinheiten. Foto: Moritz Schell
Souveräne Bühnenpräsenz und präziser Sprachwitz, schlitzohrige Boshaftigkeit, böse Reime und pointierte Provokation sind die Mittel und Markenzeichen von Lisa Eckhart. Am Samstag, 2. März, um 20 Uhr tritt sie gemeinsam mit Sven Kemmler im Nienburger Kulturwerk auf.

Lisa Eckart erhielt in diesem Jahr den Förderpreis des Deutschen Kabarettpreises 2017. Aus dem Poetry Slam kommend, ist die 25Jährige ein echter Shooting Star des jungen Kabaretts. Ihr präziser Sprachwitz hat nichts Zufälliges. Sie kommt schlicht und ergreifend auf den Punkt. Sven Kemmler, der auch gemeinsame Programme mit Mathias Tretter und Jochen Malmsheimer hat, bezeichnet seine Kunst als Komik und Dichtung. So ist er auch regelmäßig Ko-Autor für die Comedy-Programme von Michael Mittermeier.

Ihr gemeinsames Programm trägt den ungewöhnlichen Namen „Die Nymphe und der Finstere Förster“. Seit Adam in Evas Apfel biss, gibt es nur ein Thema, das die Welt im Innersten trennt. Es ist das ewige Spiel zwischen den Geschlechtern, das Götter stürzte und unsterbliche Werke schuf. Und doch haben wir dieses größte aller Motive auf der Bühne schändlich den Hofnarren und Gauklern überlassen. Kennste, Liebe? Doch wen interessieren schon die Mythen des Alltags? Wen kümmert es, ob Cäsar oder Kleopatra den Triumphwagen besser einparken, ob Echo oder Narziss besser zuhören kann?

Jenseits des Kitsch und der Klischees gibt es mehr Dinge zwischen Mann und Frau, als Schulweisheit sich träumen lässt. Und all diese dunklen Geheimnisse liegen verborgen im Wald. Dort, wo der Finstere Förster hegt und pflegt, aber auf eine böse Weise. Dort, wo seit Jahrhunderten die Nymphe silbern auf der Lichtung lockt und sorgsam Ihr Revier beschützt. Wo hinter jedem Baume mal ein Röslein wächst, und mal die Dornen ranken.

Lisa Eckhart und Sven Kemmler nehmen ihre Gäste auf sprachlich höchstem Niveau mit in die tiefsten Abgründe allzu menschlichen Seins. Sie erleben hautnah, wer oder was übrigbleibt, nach all den stürmischen Machtkämpfen, rauschhaften Verzückungen und deliziösen Wortgefechten inmitten der Waldeslust, bei der allzu menschlichen Försterey.

Der Eintritt beträgt 18,50 Euro, ermäßigt 14 Euro. Infos und Kartenbestellungen im Nienburger Kulturwerk, Mindener Landstraße 20, unter Telefon (0 50 21) 92 25 80, per E-Mail an info@nienburger-kulturwerk.de oder unter www.nienburger-kulturwerk.de mit Auswahl des Wunschsitzplatzes.

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