Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verhindern Fleischprodukte aus Osteuropa nur über die Restmülltonne entsorgen

Landkreis. Um weiterhin den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland zu verhindern, weist der Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Nienburg auf spezielle Verhaltensregeln hin. Rohes Fleisch oder fleischhaltige Lebensmittel aus Osteuropa oder aus anderen von der ASP betroffenen Gebieten sollten umgehend entsorgt werden, und zwar ausschließlich über die Restmülltonne. Bei einer Entsorgung über die Biotonne oder Eigenkompostierung kann möglicherweise mit ASP infiziertes Schweinefleisch nicht ausreichend inaktiviert werden, sodass eine Weiterverbreitung in der heimischen Wildschwein- oder Hausschweinpopulation nicht ausgeschlossen werden kann.

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz schreibt zur ASP: „Lebensmittel, die von infizierten Haus- oder Wildschweinen stammen, sind für Schweine ansteckend. In rohem Fleisch, gepökelten oder geräucherten Fleischwaren wie Schinken und Würsten (z.B. Salami) ist das ASP-Virus monatelang haltbar. Eine Übertragung ist durch Kleidung, Gegenstände und Fahrzeuge möglich, sofern sie mit dem Virus in Kontakt gekommen sind.“ Der Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Nienburg weist daraufhin, dass es sich bei der Afrikanischen Schweinepest um eine hochansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung handelt, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt, Menschen können sich nicht infizieren. Derzeit tritt die ASP unter anderem in Russland, Ungarn, der Ukraine, Weißrussland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Tschechien und Moldawien auf. Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest ist schwierig, da das Virus sehr widerstandsfähig ist. Im Gegensatz zur „Klassischen Schweinepest“ (KSP) ist für die ASP kein Impfstoff verfügbar. Ein Ausbruch der ASP in Deutschland würde zu verheerenden, wirtschaftlichen Einbußen in der heimischen Landwirtschaft führen.

Foto: www.schweine.net

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