Nienburg. So etwas erleben Oliver Ziebolz und sein Team nur höchst selten: Unter den knapp 50 Menschen, die den Stopp des DRK‐ Blutspendemobils vor dem Wesavi für eine Blutspende nutzten, waren rund 25 Prozent Erstspender. „Das ist schon klasse!“, sagt der Leiter des Blutspendedienstes.

„Schon die Teilnahmezahl an sich ist sehr ordentlich – immerhin waren wir noch nie hier. “ Nicht nur die Örtlichkeit – auch der Service war ungewöhnlich. Blutspende‐Chef Ziebolz kommt ins Schwärmen: „Normalerweise müssen sich unsere ehrenamtlichen Helferinnen ja vor allem auch um die Verpflegung kümmern. Das ist immer sehr lecker, aber auch viel Arbeit. Das Essen müssen wir natürlich bezahlen, aber ansonsten hat hier das Gastronomie‐Team des Wesavi alles geregelt! Die Spenderinnen und Spender wurden direkt aus dem Bistro versorgt und die Mitarbeiter haben sogar serviert! Absolut top!“

Bei einer Blutspende gibt jeder Spender 500 Milliliter seines „Lebenssaftes“. Das meiste davon – rund ein Viertel – wird in der Krebs‐Therapie verwendet. 20 Prozent kommen im Kampf gegen Herzerkrankungen zum Einsatz; ebenfalls 20 Prozent bei Magen‐ und Darmerkrankungen. Rund 15 Prozent der Blutspenden werden bei Unfallverletzungen eingesetzt. Die Spenderinnen und Spender helfen nicht nur anderen; die „Blutverjüngung“ tut ihnen auch selbst gut. Außerdem werden alle Blutspenden auf Hepatitis, HIV und Syphilis untersucht. Wird eine dieser Krankheiten entdeckt, wird der Betreffende – und nur er – vertraulich informiert. Und die Spende wird in diesem Fall natürlich nicht verwendet.

Vor Beginn der Blutspende hatte sich Bäder‐Geschäftsführer Olaf Seemeyer den Truck angesehen. „Herr Seemeyer war beeindruckt, wie gut und effizient das Fahrzeug ausgestattet ist “, sagt Oliver Ziebolz mit gewissem Stolz. „Er hätte am liebsten als Erster selbst gespendet, hatte aber Termine. “ Gespendet hat der Wesavi‐Chef dann in gewisser Weise aber doch: Jeder, der an der Aktion teilnahm, bekam eine Tageskarte. Seitens des Blutspendedienstes würde man gern öfter zum Wesavi kommen: „Die Zusammenarbeit war hervorragend, der Service ganz was Besonderes. Und die Örtlichkeit ist natürlich klasse. Das sieht man daran, wie viele junge und Erstspender wir hatten! “

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