Bildunterschrift: Sebastian Butte und Simeon Buß haben schon den ersten „Wortgewächs“ Poetry Slam in Nienburg moderiert. Am 30. März kommen sie mit neuen Künstlern ins Kulturwerk. Foto: Spoken Nord

Am 30. März treten im Nienburger Kulturwerk Slammer miteinander in den Wettstreit

Der erste „Wortgewächs“-Poetry Slam im Nienburger Kulturwerk war ein voller Erfolg. Deshalb kommen die beiden Organisatoren und Moderatoren Sebastian Butte und Simeon Buß am Samstag, 30. März, um 20 Uhr mit neuen Poetry Slammern ins Kulturwerk.

Die beiden Bremer waren selbst als Slammer auf den Bühnen der Republik aktiv. Seit einigen Jahren sind sie auch als Veranstalter im gleichen Format tätig. Butte organisiert und moderiert seit 2008 unter anderem einen großen Teil der Slamveranstaltungen in Bremen, vor allem das renommierte „Slammer Filet“, einen der bekanntesten Slams Deutschlands. Buß ist seit 2014 Veranstalter des Poetry Slams „UnnaHört!“ in seiner alten Heimat Unna, ferner wurde er 2015 Poetry Slam Landesmeister von Niedersachsen und Bremen.

Für Nienburg haben sie neben jeder Menge Erfahrung eine Auswahl der besten Wortkünstlerinnen und –künstler des deutschsprachigen Raumes im Gepäck. Doch natürlich dürfen sich auch Anfängerinnen und Anfänger sowie interessierte Nienburgerinnen und Nienburger angesprochen fühlen, wenn sie die Gelegenheit nutzen möchten, auf der Bühne aufzutreten. Wer Interesse hat, sollte sich direkt an das Nienburger Kulturwerk wenden. Die Mitarbeiter vermitteln die Interessierten dann gern an Sebastian Butte und Simeon Buß weiter.

Poetry Slam – das ist gelebte Literatur. Das ist gesprochenes Wort in seiner rasantesten Form. Ein Poetry Slam ist ein moderner Dichterwettstreit, bei dem die Poetinnen und Poeten selbst geschriebene Texte innerhalb eines Zeitlimits präsentieren. Das Besondere an diesem Format ist die Interaktion mit dem Publikum, welches die vorgetragenen Texte bewertet und schlussendlich einen Sieger/in des Abends kürt. Durch die Offenheit des Formats bietet Slam neben einer Bühne für erfahrene und professionelle Slammer auch für Anfängerinnen und Anfänger eine Gelegenheit sich auszuprobieren. Die Einbindung des Publikums und der Wettbewerb sorgen dafür, dass die ehemals trockene Wasserglaslesung zu einer Show wird, die Jung und Alt begeistert.

Trotzdem steht der Inhalt – und wie dieser vermittelt werden kann – natürlich im Vordergrund und bietet dabei eine fast unbegrenzte Vielfalt: Ob humoristisches Storytelling, gesellschaftskritische Lyrik oder tiefgründiger Dadaismus – Vielfalt und Spannung sind garantiert, denn die wenigen Spielregeln setzen den Slammern kaum Grenzen, so lange das gesprochene Wort im Mittelpunkt steht und die vorgetragenen Texte keinen diskriminierenden Charakter haben. 

In ganz Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 300 regelmäßig stattfindende Poetry Slams, manche davon in Kneipen mit 50 Gästen, andere in Opernsälen mit über 1.000 Plätzen. Es gibt eine eng zusammengewachsene und stetig größer werdende Szene von Poeten und Poetinnen, Amateure wie Profis, die teilweise regional auftreten, teilweise aber auch durch das gesamte Land reisen, um ihre Texte vorzutragen. Über die Jahre hat Poetry Slam dabei mittlerweile eine ganze Reihe von etablierten Bühnenkünstlern hervorgebracht, zum Beispiel Marc-Uwe Kling, Torsten Sträter, Patrick Salmen, Julia Engelmann und viele mehr.

Der Eintritt zum 2. Nienburger „Wortgewächs“-Poetry Slam beträgt 8 Euro. Weitere Informationen und Kartenbestellung im Nienburger Kulturwerk, Mindener Landstr. 20, unter Telefon (0 50 21) 9 22 58-0, E-Mail info@nienburger-kulturwerk.de oder im Internet unter www.nienburger-kulturwerk.de.

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